Allein genossen gibt es kaum einen entspannenderen Ort als Ihren eigenen Whirlpool. Und auch gemeinsam mit anderen sorgt das wohltuende Gefühl dafür, dass Whirlpools für viele ein begehrtes Wellness-Produkt sind.
Doch obwohl die Vorteile der Hydrotherapie bei regelmäßiger Whirlpool-Nutzung zahlreich und vielfältig sind, suchen viele Wellness-Fans nach weiteren Möglichkeiten, ihr Badeerlebnis aufzuwerten.
In der klassischen Badewanne geben zum Beispiel viele Sportler und Wellness-Fans gern etwas Epsom-Salz ins Wasser. Aber kann man Epsom-Salz auch in den Whirlpool geben, ohne ihn zu beschädigen?
Hier erfahren Sie alles über die Probleme, die Epsom-Salz im Whirlpool verursacht.
Was ist Epsom-Salz?
Der Name klingt vielleicht nach einer beliebten Wellness-Marke, doch Epsom-Salz (benannt nach der Stadt Epsom in Großbritannien) ist ein eigenständiges Mineral auf Magnesiumbasis mit ganz besonderen Eigenschaften.
Anders als Speisesalz dient Epsom-Salz nicht zum Konservieren von Lebensmitteln. Dank seines hohen Magnesiumgehalts eignet es sich vielmehr zur körperlichen Regeneration und gegen Muskelkater. Deshalb ist es in der Wellness-Welt so beliebt.
Wie wirkt Epsom-Salz?
Wie Badebomben oder Schaumbad löst sich Epsom-Salz in warmem Wasser auf. Dabei zerfällt es in kleinere Teilchen, die über die Haut aufgenommen werden und direkt in die Muskeln gelangen. Dort nutzen die Zellen das Magnesium zur Energiegewinnung.
Welche Vorteile hat ein Bad mit Epsom-Salz?
Wie bereits erwähnt, soll Epsom-Salz vor allem die Muskelregeneration fördern, Schwellungen verringern und Muskelkater nach dem Training oder einer Verletzung lindern. All das hängt damit zusammen, wie Magnesium auf Ihre Zellen wirkt.
Magnesium spielt eine wichtige Rolle bei der Energiegewinnung der Zellen, vor allem bei der Regeneration nach dem Training. Wenn Ihr Körper über Epsom-Salz mehr Magnesium aufnimmt und es direkt in die Muskeln gelangt, kann er es schneller nutzen, und Sie erholen sich rascher.
Kann man Epsom-Salz in den Whirlpool geben, ohne ihn zu beschädigen?
Nun zur eigentlichen Frage: Kann man Epsom-Salz in den Whirlpool geben, um von seinen Vorteilen zu profitieren? Die Antwort lautet leider ganz klar: Nein.
Kurz gesagt: Jede Art von Salz kann die Wanne und die inneren Bauteile Ihres Whirlpools beschädigen. Um von Epsom-Salz zu profitieren, müssen Sie nämlich eine große Menge ins Wasser geben, damit es nicht zu stark verdünnt wird und der Körper es aufnehmen kann.
In solchen Mengen belastet Epsom-Salz die Technik Ihres Whirlpools jedoch enorm, selbst wenn es gelöst ist. Mit der Zeit arbeitet sie schlechter oder fällt sogar ganz aus.
Wie schadet Epsom-Salz Ihrem Whirlpool?
Dass Epsom-Salz Ihrem Whirlpool mit der Zeit schadet, ist das eine. Doch einige Probleme können schon sehr bald nach der Zugabe auftreten, zum Beispiel:
- Innere Abnutzung: Auch wenn Epsom-Salz im Wasser gelöst unsichtbar ist, bleibt es auf mikroskopischer Ebene grob. In großen Mengen greift es nach und nach Ventile, Rohre, Dichtungen, Düsen und andere Bauteile an, die Sie dann viel früher ersetzen müssen.
- Kratzer in der Wanne: Aus demselben Grund kann Epsom-Salz, das in großen Mengen durch Ihren Whirlpool zirkuliert, die Wannenoberfläche zerkratzen und sichtbare Abriebspuren hinterlassen.
- Filterschäden: Oft vergessen wird, dass Epsom-Salz von Natur aus öliger ist als andere Badezusätze. Das kann die Filter Ihres Whirlpools unerwartet belasten. Diese Öle lassen sich schwer abbauen und auffangen und können die Filter schnell verstopfen. Dann entfernen sie andere, ernstere Verunreinigungen weniger gut aus dem Wasser.
- pH-Störung: Aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung ist Epsom-Salz leicht alkalisch, und das gefährdet das pH-Gleichgewicht in Ihrem Whirlpool. Kurz gesagt: Eine große Menge einer alkalischen Substanz verschiebt den pH-Wert Ihres Whirlpools schnell. Das Desinfektionsmittel wirkt dann schlechter, und es kann sogar zu Hautreizungen kommen.
- Kalkablagerungen: Und schließlich: Da das Wasser im Whirlpool ständig zirkuliert und nicht nach jedem Bad abgelassen wird, kann regelmäßig verwendetes Epsom-Salz Kalkablagerungen in den Leitungen hinterlassen. Das beeinträchtigt die Funktion des Whirlpools, senkt den Wasserdruck und verändert mit der Zeit die Wasserhärte.
Kann man Badezusätze im Whirlpool verwenden?
Grundsätzlich sollten Sie keine herkömmlichen Badezusätze im Whirlpool verwenden, etwa Schaumbad, um die oben genannten Probleme zu vermeiden. Das heißt aber nicht, dass Sie auf entspannende Zusätze ganz verzichten müssen.
Viele Whirlpool-Anbieter haben spezielle Aromatherapie-Produkte im Sortiment, die für Whirlpools geeignet sind. So können Sie sich etwas gönnen und die Wasserchemie Ihres Whirlpools im Gleichgewicht halten und trotzdem echtes Spa-Feeling genießen.
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Jetzt wissen Sie, warum Epsom-Salz nicht in den Whirlpool gehört und welche Probleme es verursacht. Die Vorteile für den Körper sind zwar real, doch am Ende ist es klüger, die Bauteile Ihres Whirlpools zu schützen, damit er länger hält.
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